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22. Februar 2018
Rico Bossard
Pädagogik,
Christsein

Gott vergessen arbeiten

 Pädagogisches Schaffen bringt viel Gestaltungsraum mit sich. Es ist eine Aufgabe, die als Schattenseite kein Ende kennt. So gibt es immer etwas zu tun. 

In einem Vortrag des ehemaligen Studienleiters der VBG Felix Ruther habe ich den Ausdruck „Gott vergessen chrampfen“ aufgeschnappt und er ist hängen geblieben. Heute wird viel über Work-Life Balance gesprochen. Die Schulen sollten ein Gesundheitmanagement entwickeln. Da ist mir als rote Warnlampe „Gott vergessen chrampfen“ eine Inspiration. 

Wie ich mich als Pädagoge frage, wie ich den Unterricht beginne und beende, so frage ich mich für mein eigenes Arbeiten dies auch. Ein bewusster Anfang und Ende sind mir wichtig. Und dazwischen? Der Aufkleber „in nomine meo suscipere“ an einem guten Ort holt mich aus der Gottvergessenheit heraus. 

Wo hast du den Aufkleber angebracht? Ich würde mich auf eine fotografische Spur darüber freuen.


15. Februar 2018
Alexander Luginbühl
Pädagogik,
Christsein

In nomine meo suscipere

In meinem Namen aufnehmen – Matt. 18,5. Aufnehmen… nehme ich als Lehrer Kinder auf?

Ich nehme in meinen Klassen keine Kinder oder jungen Erwachsenen auf. Die sind einfach da. Anfangs sind die Kinder im Unterricht weil im Schulgesetz eine Schulpflicht verankert ist, später als junge Erwachsene gehen sie aus freier Entscheidung in die Schule. Aber aufnehmen… nein, das passt irgendwie nicht.

Googelt man den Begriff „Kinder aufnehmen“, so erhält man 40‘000 Ergebnisse: Pflegekinder, Flüchtlingskinder, Waisenkinder, Ferienkinder werden heutzutage aufgenommen. Aber Kinder in Schulen aufnehmen… nein, das finde ich nicht.

Entscheidend ist für mich schliesslich nicht das Wort aufnehmen, sondern die davor stehenden Wörter: In meinem Namen… Um welchen Namen geht es denn da? Aus den ersten Versen des Kapitel 18 des Matthäus-Evangeliums wird klar: Jesus spricht da. Im Namen von Jesus Christus aufnehmen.

Wie begegne ich nun meinen Schülerinnen und Schülern in Jesus Namen? Dazu hilft es mir, wenn ich mir bewusst mache wer und wie Jesus Christus ist. Für mich beschreibt das Hohelied der Liebe aus dem 1. Kor. 13 die wichtigste Eigenschaft mit der Jesus Menschen begegnet - mit Liebe.

1. Kor. 13,4ff (basisbibel.de) „4 Die Liebe ist geduldig. Gütig ist sie, die Liebe. Die Liebe ereifert sich nicht. Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. 5 Sie ist nicht taktlos. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Sie ist nicht reizbar. Sie trägt das Böse nicht nach. 6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht. Aber sie freut sich, wenn die Wahrheit siegt. 7 Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie hält allem stand.„


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