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19. März 2018
Gast
Alltag,
Pädagogik

Eusi Wält isch volle Wunder

Wenn ich jeweils mit meinen DrittkässlerInnen am Thema Schöpfungsgeschichte(n) arbeite, dann liegt der Fokus auf dem Staunen. «Eusi Wält isch volle Wunder, lueg doch nume id Natur, Gott de Schöpfer steckt dehinder, überall finsch sini Spur»; so heisst der Beginn des Liedes, welches wir als Einstieg in dieses faszinierende Thema zusammen lernen und welches die Kinder motiviert, den Wundern dieser Welt nachzuspüren.

Beispiel Wasser: Wir schauen uns bezaubernde Fotos von Wasser und seinen Erscheinungsformen an. Nur schon das Wunder der Schneeflocke enthält genug Inspiration für eine längere Sequenz. Leuchtende Kinderaugen, ehrfürchtiges Staunen.

Beispiel Berge: Ich zeige packende Kurzfilme von der Majestät, Wildheit und Schönheit der Berge. Die Aufnahmen, untermalt von passender Musik, ziehen die Kinder sichtlich in ihren Bann.

Beispiel Mensch: Ich konfrontiere die Kinder mit der Tatsache, dass sie in biologischer Hinsicht aus zwei winzig kleinen Zellen, welche bereits von Beginn an die gesamte Information der weiteren menschlichen Entwicklung enthalten, entstanden sind. Ich erkläre ihnen auch, dass man mit keinem noch so intelligenten Computer einen Menschen «bauen» kann.

Erkenntnis und Fazit: Hinter jedem Menschen steht letztlich ein grosses Geheimnis, eine schöpferische Intelligenz, ein genialer Künstler. Immer wieder mache ich die bewegende Erfahrung, dass dieses Eintauchen in die Welt des Staunens bei den Kindern Herzen und Sinne für die Dimension des Vertrauens und Glaubens öffnet.

Jürg S., Unterstufenlehrer, 30 Jahre Berufserfahrung


15. März 2018
Matthias Kägi
Filmtipps

Zum Tod von Stephen Hawkings

… hat SF2 gestern Abend, 14.3., den Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ aufgeschaltet. Stephen Hawkings ist vielen Christen als führender Exponent der Atheisten bekannt, anderen als schwer behindertes, äusserlich entstelltes Physik-Genie.

Der Film zeigt vor allem die Geschichte seiner 30-jährigen Ehe mit Jane - man könnte auch sagen, eine Geschichte zwischen Liebe und Wahrheit. Gleich zu Beginn wird klar: Sie ist tief gläubige Christin, er ist der Wahrheitssuche verpflichtet. Sie lässt sich nicht im Geringsten beirren durch seine anfangs leicht spöttischen Bemerkungen. Auch als er mit 21 die Diagnose erhält „ALS - progressive Dystrophie des muskulären Nervensystems, mit 2 Jahren Lebenserwartung“, lässt sie sich nicht beirren, sondern heiratet ihn. Und sie bleiben 30 Jahre verheiratet und haben drei Kinder!

Stephen erlangt durch seine Genialität bald Weltberühmtheit. Genau so hingebungsvoll wie Jane ihn durch die grausame Krankheit begleitet, so hingebungsvoll widmet er sich dem wisschenschaflichen Beweis, dass die Zeit einen Anfang hat. An einer Schlüsselstelle des Films wird er an einer öffentlichen Veranstaltung in den USA gefragt, ob er eine Lebensphilosophie habe, die ihn ohne Gott durchs Leben trage. Seine Antwort:

„Wo Liebe ist, da gibt es Hoffnung“.

Ein sehr berührender, überzeugender Film! https://www.imdb.com/title/tt2980516/


14. März 2018
Alexander Luginbühl
Pädagogik

Leidenschaftlich Lehren

Moscia… dort trafen sich dieses Wochenende die Mitarbeiter der VBG und ihre Familien zu einer Retraite. Ich möchte euch einen Gedanken aus einem Referat mitgeben.

Was ist einer der zentralsten Faktoren für den Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler?

Leidenschaft… Leidenschaftliche Lehrer motivieren und tragen stark zum erfolgreichen Lernen der Schülerinnen und Schüler bei. Vielleicht stellst du dir mal die Frage:

Bin ich, lebe ich, unterrichte ich leidenschaftlich?

Meine Leidenschaften sind Menschen und Biochemie. Ich mag Menschen... ihre Vielfalt, ihre Kreativität, ihre Lernfähigkeit… und ich denke gerne darüber nach, was in einem menschlichen Körper so alles passiert. Unser Körper ist grossartig: Pro Sekunde laufen etwa 1021 chemische Reaktionen darin ab, wir atmen täglich 11‘000 Liter Luft ein, übertragen Informationen über die Nerven mit bis zu 400 km/h… Faszinierend!

Was ist deine Leidenschaft?


08. März 2018
Matthias Kägi
Alltag

Aufräumen

Ich habe kürzlich mit meinem 9-jährigen Enkel zusammen sein Pult aufgeräumt. Ich konnte einfach nicht mehr mit ansehen, wie er in all dem „Gnusch“ nicht einmal mehr einen Bleistift fand. Wir warfen vieles fort und räumten alles was blieb an vernünftigen Orten wieder ein. Jeremy war richtig engagiert dabei und sagte am Schluss: „Ah, das ist so ein gutes Gefühl, wieder einmal zu wissen, wo alles ist! Können wir auch grad noch meine Kleider neu einräumen?“ Ich war freudig überrascht. Es hätte ja auch sein können, dass er zum Aufräumen keine Lust gehabt hätte. Aber offenbar ging es ihm gleich wie mir: Der überschwappende Überfluss an Sachen, den er nicht mehr im Griff hatte, gab ihm ein ungutes Gefühl - vermutlich Frustration und Resignation. Sich durch ein Stück Zeit und Anstrengung von diesen Gefühlen zu entlasten, wirkte befreiend.

Ich habe oft den Eindruck, dass Kinder in unserer Gesellschaft zu Hause wie auch in der Schule durch den Überfluss belastet sind. Sie kapitulieren vor der Masse an Spielzeugen oder Arbeitsblättern und Büchern. Manche finden kaum mehr, was sie brauchen. Jesus sagte im Gleichnis vom Sämann: „Die Sorgen des Alltags und die Verlockungen des Reichtums ersticken den Geist.“ (Matth 13,22) Ich habe heute begonnen, mein Büchergestell wieder einmal auszumisten und neu einzuordnen. Was für ein gutes Gefühl! Zwar schien es wie ein Luxus, mir die Zeit dafür zu nehmen. Aber sie hat sich mehr als gelohnt!


28. Februar 2018
Alexander Luginbühl
Christsein,
Pädagogik

Wichtigste Fragen für Christen in Lehrberufen

Drei begeisterte Mitarbeiter… unsere monatlichen Sitzungen der angestellten Mitarbeiter des Fachkreises Pädagogik stellen auf, motivieren uns, uns weiter einzusetzen für Christen in Lehrberufen. So auch heute morgen. Ein Thema, welches wir momentan besprechen, ist die Suche nach den wichtigsten Fragen für Christen in Lehrberufen.

Was sind solche wichtigen Fragen? Hier ein paar Beispiele:

  • Was haben meine Schülerinnen und Schüler davon, dass ich Christ/Christin bin?
  • Wie ist das mit der Gnade und der Bewertung/Beurteilung?
  • Wirkt sich der christliche Glaube auch auf die Planung und didaktische Gestaltung des Unterrichts aus?

Falls Dir weitere Fragen in den Sinn kommen, welche für dich als Christ/Christin im Lehrberuf sehr bedeutend sind, so schreibe diese in einen Kommentar. Wir sind gespannt auf eure Kommentare.


26. Februar 2018
Rico Bossard
Alltag

26. Februar 2018
Alexander Luginbühl
Pädagogik,
Christsein

Pädagogisches Wochenende

Dieses Wochenende fand in Männedorf das pädagogische Wochenende des Fachkreises Pädagogik zum Thema „Glaube im Schulalltag – Was bedeutet das für mich“ statt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde am Samstagnachmittag, erhielten wir einen ersten Input von Daniel Kummer zum Aspekt „Stufen des Lehren lernens – in die Berufung hineinkommen“. Der Wunsch zu lehren, ist wohl fast immer vom Herzen her motiviert. Da kann ich nur zustimmen. Anschliessend diskutierten wir über Fragen zu diesem Aspekt, wie z.B.: „Was ist mir für die Beziehung zu den SchülerInnen wichtig?“. Was ist dir für die Beziehung zu deinen Schülerinnen und Schülern wichtig?

Am Abend schauten wir uns den Film „Neuland“ an. Der Film hat mich sehr berührt. Christian Zingg, der Lehrer im Film, agiert liebevoll, geduldig, bestimmt, einfühlsam und gerecht mit den Schülerinnen und Schülern. Ohne Perspektiven, ohne Deutschkenntnisse landen die jungen Menschen bei Herrn Zingg in der Integrationsklasse… nach zwei Jahren sprechen sie Deutsch, suchen und finden Lehrstellen oder eine Arbeit. Nicht alles ist heil, aber Lehrer Zingg hat ihnen Hoffnung, Grundlagen und Wertschätzung gegeben.

Am Sonntag lasen wir gemeinsam in der Bibel. Danach klärte uns Daniel Kummer über den rechtlichen Rahmen in der Schule auf. Wir als Lehrpersonen repräsentieren den Staat. Dieser Rahmen verpflichtet uns zu politischer, religiöser und weltanschaulicher Neutralität. Und doch habe ich das Recht meinen Glauben auszuleben, dabei gilt aber, dass ich den anderen nicht bedränge und die gebotene Neutralität wahre.


22. Februar 2018
Rico Bossard
Pädagogik,
Christsein

Gott vergessen arbeiten

 Pädagogisches Schaffen bringt viel Gestaltungsraum mit sich. Es ist eine Aufgabe, die als Schattenseite kein Ende kennt. So gibt es immer etwas zu tun. 

In einem Vortrag des ehemaligen Studienleiters der VBG Felix Ruther habe ich den Ausdruck „Gott vergessen chrampfen“ aufgeschnappt und er ist hängen geblieben. Heute wird viel über Work-Life Balance gesprochen. Die Schulen sollten ein Gesundheitmanagement entwickeln. Da ist mir als rote Warnlampe „Gott vergessen chrampfen“ eine Inspiration. 

Wie ich mich als Pädagoge frage, wie ich den Unterricht beginne und beende, so frage ich mich für mein eigenes Arbeiten dies auch. Ein bewusster Anfang und Ende sind mir wichtig. Und dazwischen? Der Aufkleber „in nomine meo suscipere“ an einem guten Ort holt mich aus der Gottvergessenheit heraus. 

Wo hast du den Aufkleber angebracht? Ich würde mich auf eine fotografische Spur darüber freuen.


15. Februar 2018
Alexander Luginbühl
Pädagogik,
Christsein

In nomine meo suscipere

In meinem Namen aufnehmen – Matt. 18,5. Aufnehmen… nehme ich als Lehrer Kinder auf?

Ich nehme in meinen Klassen keine Kinder oder jungen Erwachsenen auf. Die sind einfach da. Anfangs sind die Kinder im Unterricht weil im Schulgesetz eine Schulpflicht verankert ist, später als junge Erwachsene gehen sie aus freier Entscheidung in die Schule. Aber aufnehmen… nein, das passt irgendwie nicht.

Googelt man den Begriff „Kinder aufnehmen“, so erhält man 40‘000 Ergebnisse: Pflegekinder, Flüchtlingskinder, Waisenkinder, Ferienkinder werden heutzutage aufgenommen. Aber Kinder in Schulen aufnehmen… nein, das finde ich nicht.

Entscheidend ist für mich schliesslich nicht das Wort aufnehmen, sondern die davor stehenden Wörter: In meinem Namen… Um welchen Namen geht es denn da? Aus den ersten Versen des Kapitel 18 des Matthäus-Evangeliums wird klar: Jesus spricht da. Im Namen von Jesus Christus aufnehmen.

Wie begegne ich nun meinen Schülerinnen und Schülern in Jesus Namen? Dazu hilft es mir, wenn ich mir bewusst mache wer und wie Jesus Christus ist. Für mich beschreibt das Hohelied der Liebe aus dem 1. Kor. 13 die wichtigste Eigenschaft mit der Jesus Menschen begegnet - mit Liebe.

1. Kor. 13,4ff (basisbibel.de) „4 Die Liebe ist geduldig. Gütig ist sie, die Liebe. Die Liebe ereifert sich nicht. Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. 5 Sie ist nicht taktlos. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Sie ist nicht reizbar. Sie trägt das Böse nicht nach. 6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht. Aber sie freut sich, wenn die Wahrheit siegt. 7 Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie hält allem stand.„


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