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11. September 2018
Matthias Kägi
Pädagogik,
Christsein

Rückblick Segnungsgottesdienste

68 waren es in Berg TG, 25 in Zürich, 15 in Landquart - Leute, die auf irgend eine Art und Weise in der Schule engagiert sind, von MiP-Müttern bis Musiklehrerinnen, von Schulhauswarten bis Schulpolitikern - das meiste aber doch Lehrpersonen, die sich zu Beginn des Schuljahres für ihre verantwortungsvolle Aufgabe ausrüsten und segnen lassen wollten.

In Schaffhausen fand erstmals seit vielen Jahren kein besonderer Gottesdienst mit Beteiligung des Lehrergebetskreises statt; man hatte realisiert, dass in vielen Gemeinden schon solche Schulstart-Gottesdienste angeboten werden - was ja eigentlich das Ziel dieser Initiative war, welche die VBG-Pädagogik anfangs 90er Jahre gestartet hatte. Jedoch bieten diese besonderen VBG-Gotttesdienste die besondere Möglichkeit, in die besondere Situation von christlichen Lehrern und Verantwortungsträgern hinein zu sprechen. Und man kann sich, wenn man will, einen besonderen Segen zusprechen lassen.

In Zürich gab Andi Roth-Bachmann anhand der BASPO-Geschichte (Ausschluss christlicher Jugend von Jugend+Sport) ermutigende Anstösse zum Thema „In der Welt, aber nicht von der Welt“. In Berg TG berührte die mit Handstummeln geborene Lehrerin Annelies Schneller mit ihrer Lebensgeschichte. In Landquart malte der Ingenieur Niculin Rieder in kräftigen Bildern die Liebe als Grundpfeiler der Schule.

„Ich komme nächstes Jahr wieder“ sagten manche. „Es tut einfach gut“, sagten andere. Und ich habe dreimal wieder gestaunt, wie schön es tönt, wenn Pädagogen singen.


07. Mai 2018
Matthias Kägi
Christsein

Christ = schwach?

Immer wieder höre ich von Christen - Lehrpersonen und anderen - dass sie sich am Arbeitsplatz ducken. Besonders wenn man sich in einem „aufgeklärten“ Umfeld bewegt, hört man hie und da Bemerkungen über die „rückständigen“, „erzkonservativen“, „intoleranten“,„fundamentalistischen“ „Fischli-Christen“. Oft hauen ja auch die Medien in die gleiche Kerbe. Als Christ fühlt man sich dann fehl am Platz. Man sagt lieber nichts - aus Angst, man mache es nur schlimmer oder man sei diesen Giftspritzen unterlegen.

Aber im Nachhinein fühlt man: Das Sich-Verstecken war eigentlich eine schwache Strategie. Warum sind wir nicht gelassen und gewitzt genug, um in solchen Situationen ein positives Zeichen für den christlichen Glauben zu setzen? Aber wir können lernen, anders zu reagieren. Man muss sich ein bisschen Zeit nehmen, um sich auf diese Situationen vorzubereiten.

Wir haben in Zürich eine „Apolopraxis“-Gruppe, wo wir uns vier mal pro Jahr von 18.30 bis 20.00 treffen. „Apologetik“ ist die Verteidigung des Glaubens, und wir üben anhand von realen Situationen, wie man gut reagieren kann. Wir schauen die rechtlichen, sozialen, weltanschaulichen und psychologischen Momente an und spielen dann die Situation als Rollenspiel. Es macht Spass und ist lehrreich! Falls Du interessiert bist, melde dich doch bei matthias.kaegi(at)vbg.net.


15. März 2018
Matthias Kägi
Filmtipps

Zum Tod von Stephen Hawkings

… hat SF2 gestern Abend, 14.3., den Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ aufgeschaltet. Stephen Hawkings ist vielen Christen als führender Exponent der Atheisten bekannt, anderen als schwer behindertes, äusserlich entstelltes Physik-Genie.

Der Film zeigt vor allem die Geschichte seiner 30-jährigen Ehe mit Jane - man könnte auch sagen, eine Geschichte zwischen Liebe und Wahrheit. Gleich zu Beginn wird klar: Sie ist tief gläubige Christin, er ist der Wahrheitssuche verpflichtet. Sie lässt sich nicht im Geringsten beirren durch seine anfangs leicht spöttischen Bemerkungen. Auch als er mit 21 die Diagnose erhält „ALS - progressive Dystrophie des muskulären Nervensystems, mit 2 Jahren Lebenserwartung“, lässt sie sich nicht beirren, sondern heiratet ihn. Und sie bleiben 30 Jahre verheiratet und haben drei Kinder!

Stephen erlangt durch seine Genialität bald Weltberühmtheit. Genau so hingebungsvoll wie Jane ihn durch die grausame Krankheit begleitet, so hingebungsvoll widmet er sich dem wisschenschaflichen Beweis, dass die Zeit einen Anfang hat. An einer Schlüsselstelle des Films wird er an einer öffentlichen Veranstaltung in den USA gefragt, ob er eine Lebensphilosophie habe, die ihn ohne Gott durchs Leben trage. Seine Antwort:

„Wo Liebe ist, da gibt es Hoffnung“.

Ein sehr berührender, überzeugender Film! https://www.imdb.com/title/tt2980516/


08. März 2018
Matthias Kägi
Alltag

Aufräumen

Ich habe kürzlich mit meinem 9-jährigen Enkel zusammen sein Pult aufgeräumt. Ich konnte einfach nicht mehr mit ansehen, wie er in all dem „Gnusch“ nicht einmal mehr einen Bleistift fand. Wir warfen vieles fort und räumten alles was blieb an vernünftigen Orten wieder ein. Jeremy war richtig engagiert dabei und sagte am Schluss: „Ah, das ist so ein gutes Gefühl, wieder einmal zu wissen, wo alles ist! Können wir auch grad noch meine Kleider neu einräumen?“ Ich war freudig überrascht. Es hätte ja auch sein können, dass er zum Aufräumen keine Lust gehabt hätte. Aber offenbar ging es ihm gleich wie mir: Der überschwappende Überfluss an Sachen, den er nicht mehr im Griff hatte, gab ihm ein ungutes Gefühl - vermutlich Frustration und Resignation. Sich durch ein Stück Zeit und Anstrengung von diesen Gefühlen zu entlasten, wirkte befreiend.

Ich habe oft den Eindruck, dass Kinder in unserer Gesellschaft zu Hause wie auch in der Schule durch den Überfluss belastet sind. Sie kapitulieren vor der Masse an Spielzeugen oder Arbeitsblättern und Büchern. Manche finden kaum mehr, was sie brauchen. Jesus sagte im Gleichnis vom Sämann: „Die Sorgen des Alltags und die Verlockungen des Reichtums ersticken den Geist.“ (Matth 13,22) Ich habe heute begonnen, mein Büchergestell wieder einmal auszumisten und neu einzuordnen. Was für ein gutes Gefühl! Zwar schien es wie ein Luxus, mir die Zeit dafür zu nehmen. Aber sie hat sich mehr als gelohnt!


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