Blog

Eine Brücke zwischen Glauben und Schule

Avatar of Alexander Luginbühl Alexander Luginbühl - 06. November 2018 - Pädagogik, Christsein

"Irvin Scott believes there’s a place for faith in education. Now, he’s trying to find that place by looking at how faith leaders can help improve educational outcomes for children".

Diese und weitere Aussagen fordern mich als Lehrperson heraus. Ist es nicht so, dass unsere Schule sämtliche Ressourcen nutzen sollten, wenn diese den Bildungsfortschritt der Kinder und Jugendlichen verbessert? Wenn ein Kind sehr verschlossen ist, ich aber weiss, dass seine Leidenschaft der persönliche Glaube ist, so könnte gerade das Gespräch mit dem Kind, den Eltern, dem Pfarrer einen Zugang ermöglichen, welcher sich dann auch auf den Schulerfolg auswirken könnte. Liegt das drin? Auch bei einer der Neutralität verpflichteten Schule?

Irvin Scott ist der Meinung, dass dies möglich ist. Und ich pflichte ihm bei.

Wenn wir unsere Schulgesetze lesen, so gibt es eine recht offene Formulierung was die allgemeinen Aufgaben der Schule sind.

So beginnt zum Beispiel das Schulgesetz des Kantons Aargau mit den Worten: "Der Grosse Rat des Kantons Aargau, in der Absicht, dem Kanton Aargau Schulen zu geben, in denen die Jugend zur Ehrfurcht vor dem Göttlichen und zur Achtung vor Mitmensch und Umwelt, zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Bürgern, zu gemeinschaftsfähigen, an Geist und Gemüt reifenden Menschen erzogen wird, in denen die Jugend ihre schöpferischen Kräfte zu entfalten vermag und wo sie mit der Welt des Wissens und der Arbeit vertraut gemacht wird, beschliesst:"

Im §2.4 Schulgesetz des Kantons Zürich steht: "Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Begabungen und Neigungen der Kinder und schafft die Grundlage zu lebenslangem Lernen."

Ich könnte an dieser Stelle noch weitere ähnliche Aussagen aus den kantonalen Schulgesetzen aufschreiben. Unsere Schulgesetze wollen, dass die Schulen die Grundlagen für das Lernen schaffen und dabei die Kinder und Jugendlichen mit allen ihren Fähigkeiten und Interessen ernst nehmen. Wird also der Glaube unserer Schülerinnen und Schüler mit dem nötigen Abstand und Respekt ernst genommen, so könnte er und die verschiedenen christlichen Gemeinden zum Schulwohl unserer Kinder beitragen. Dabei wird die Glaubensfreiheit auch nicht eingeschränkt.

Hier könnten wir als christliche Lehrpersonen Vorreiter sein. Was meinst du dazu?

Neuer Kommentar

Netiquette

 

Ein Blog ist ein Gefäss, in dem Meinungen geäussert und diskutiert werden. Um eine faire Diskussion zu ermöglichen, müssen sich alle Beiträge des Blog an gewisse Regeln halten (siehe unten). Kommentare, welche dieser Netiquette widersprechen, werden gelöscht.

Regeln: 

1. Pflegen Sie einen freundlichen und respektvollen Umgangston.

2. Kommentieren Sie sachlich und auf das Thema des Artikels bezogen. Fassen Sie sich kurz.

3. Äussern Sie sich fair: Beleidigungen, persönliche Angriffe, rassistische Äusserungen sind fehl am Platz.

4. Geben Sie bitte Ihren richtigen Namen an, dann können wir offen miteinander diskutieren.