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Eusi Wält isch volle Wunder

Avatar of Gast Gast - 19. März 2018 - Alltag, Pädagogik

Wenn ich jeweils mit meinen DrittkässlerInnen am Thema Schöpfungsgeschichte(n) arbeite, dann liegt der Fokus auf dem Staunen. «Eusi Wält isch volle Wunder, lueg doch nume id Natur, Gott de Schöpfer steckt dehinder, überall finsch sini Spur»; so heisst der Beginn des Liedes, welches wir als Einstieg in dieses faszinierende Thema zusammen lernen und welches die Kinder motiviert, den Wundern dieser Welt nachzuspüren.

Beispiel Wasser: Wir schauen uns bezaubernde Fotos von Wasser und seinen Erscheinungsformen an. Nur schon das Wunder der Schneeflocke enthält genug Inspiration für eine längere Sequenz. Leuchtende Kinderaugen, ehrfürchtiges Staunen.

Beispiel Berge: Ich zeige packende Kurzfilme von der Majestät, Wildheit und Schönheit der Berge. Die Aufnahmen, untermalt von passender Musik, ziehen die Kinder sichtlich in ihren Bann.

Beispiel Mensch: Ich konfrontiere die Kinder mit der Tatsache, dass sie in biologischer Hinsicht aus zwei winzig kleinen Zellen, welche bereits von Beginn an die gesamte Information der weiteren menschlichen Entwicklung enthalten, entstanden sind. Ich erkläre ihnen auch, dass man mit keinem noch so intelligenten Computer einen Menschen «bauen» kann.

Erkenntnis und Fazit: Hinter jedem Menschen steht letztlich ein grosses Geheimnis, eine schöpferische Intelligenz, ein genialer Künstler. Immer wieder mache ich die bewegende Erfahrung, dass dieses Eintauchen in die Welt des Staunens bei den Kindern Herzen und Sinne für die Dimension des Vertrauens und Glaubens öffnet.

Jürg S., Unterstufenlehrer, 30 Jahre Berufserfahrung

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Christine Roth

30. März 2018

Wasser

Danke für deinen Input. Vier Ideen zum Thema Wasser: "Was wäre, wenn es gar kein Wasser geben würde?" Dieser Ansatz wurde uns an einer Weiterbildung zum LP 21 als zusätzliche, die SuS zum Nachdenken anregende Unterrichtsfrage präsentiert. Ich fand sie nicht schlecht und gebe sie gerne weiter. Nebenbei, "der Tornado in einer Flasche", ganz einfach ein Wirbel, durch ein Drehen der Flasche erzeugt, ist für die Kids auch faszinierend. Sie gewinnen damit beim Wettbewerb, "wer leert seine mit Wasser gefüllte Petflasche am schnellsten?" Beim Kindermuseum Baden (ein Super Lernort) können die SuS in einer Wassersäule einen "Tornado", einen Wirbel, selber entstehen lassen, indem sie an einer Kurbel drehen. Zudem gibt es von Dieter Wiesmann ein herrlich lustiges Lied "de Plitsch und de Platsch", zwei (Regen) Wassertropfen, welche die frisch toupierte und frisierte Haarpracht einer stolzen Frau zunichte machen....Auch passend ist die Geschichte vom "kleinen Wassermann", der die Welt entdeckt und bei dem vieles verkehrt läuft, er also z.B. einen "Pfnüsel" bekommt, wenn er zu lange ausserhalb des Wassers bleibt. Wasser, ein wunderbares Unterrichtsthema, in welchem man oft lustvoll Wissen erwerben kann, mit dem man auch, wie du es sehr schön beschreibst, auf Gottes grossartige Schöpfung hinweisen kann.


Susanna

27. März 2018

Danke für den Einblick in deinen Unterricht. Das finde ich inspirierend. Über's Staunen die Herzen und Sinne für Glauben und Vertrauen öffnen, ein toller Ansatz.

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