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Pädagogisches Wochenende

Avatar of Alexander Luginbühl Alexander Luginbühl - 26. Februar 2018 - Pädagogik, Christsein

Dieses Wochenende fand in Männedorf das pädagogische Wochenende des Fachkreises Pädagogik zum Thema „Glaube im Schulalltag – Was bedeutet das für mich“ statt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde am Samstagnachmittag, erhielten wir einen ersten Input von Daniel Kummer zum Aspekt „Stufen des Lehren lernens – in die Berufung hineinkommen“. Der Wunsch zu lehren, ist wohl fast immer vom Herzen her motiviert. Da kann ich nur zustimmen. Anschliessend diskutierten wir über Fragen zu diesem Aspekt, wie z.B.: „Was ist mir für die Beziehung zu den SchülerInnen wichtig?“. Was ist dir für die Beziehung zu deinen Schülerinnen und Schülern wichtig?

Am Abend schauten wir uns den Film „Neuland“ an. Der Film hat mich sehr berührt. Christian Zingg, der Lehrer im Film, agiert liebevoll, geduldig, bestimmt, einfühlsam und gerecht mit den Schülerinnen und Schülern. Ohne Perspektiven, ohne Deutschkenntnisse landen die jungen Menschen bei Herrn Zingg in der Integrationsklasse… nach zwei Jahren sprechen sie Deutsch, suchen und finden Lehrstellen oder eine Arbeit. Nicht alles ist heil, aber Lehrer Zingg hat ihnen Hoffnung, Grundlagen und Wertschätzung gegeben.

Am Sonntag lasen wir gemeinsam in der Bibel. Danach klärte uns Daniel Kummer über den rechtlichen Rahmen in der Schule auf. Wir als Lehrpersonen repräsentieren den Staat. Dieser Rahmen verpflichtet uns zu politischer, religiöser und weltanschaulicher Neutralität. Und doch habe ich das Recht meinen Glauben auszuleben, dabei gilt aber, dass ich den anderen nicht bedränge und die gebotene Neutralität wahre.

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Matthias Kägi

27. Februar 2018

Neutralität?

Heute herrscht eine falsche / problematische Vorstellung von Neutralität. Man versteht darunter, dass christliches Vokabular und überhaupt Gott keinen Platz haben in der Schule. Werden christliche Wörter und Vorstellungen erwähnt, wird das als Missionieren gewertet. Das ist aber nicht neutral, sondern effektiv Indoktrination einer säkularen (Gott-losen) Weltanschauung.

Der Sinn der Neutralität besteht darin, dass alle Kinder, egal mit welchem weltanschaulichen Hintergrund, gleichberechtigt am Unterricht teilhaben können. Heute haben aber viele christliche Kinder in der säkularen Schule das Gefühl, ihr Glaube sei fehl am Platz.

Neutralität würde bedeuten, dass auch christlichem Vokabular Wertschätzung entgegengebracht würde - für Schüler wie für Lehrer. Letztere haben aber im Umgang mit den Kindern die gleiche Wertschätzung für deren Weltanschauung zu wahren.

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