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14. März 2019
Gast
Regionaltreffen

Rückblick Regionaltreffen Chur

Als angehende Lehrperson war es mir wichtig, mich mit den Fragen auseinanderzusetzen, was ich bezüglich meinem Glauben an Gott in einem Schulzimmer anmerken darf, um trotzdem die von der Schulleitung erwartete Neutralität zu wahren.

Das Wissen, das in der Bundesverfassung verankert ist, dass ich meinen Glauben in einer Gemeinschaft bekennen darf, ermutigt mich sehr.

Den Glauben an Jesus gehört zu mir, dementsprechend lasse ich ihn auf dem Weg in die Schule nicht einfach „zu Hause“. Obwohl es in der Anfangsphase des Lehrerberufs nicht einfach sein wird in diesem Thema den passenden Weg zu finden, bin ich überzeugt, dass Jesus mich führt, was ich von mir geben soll und was nicht. Ich möchte mich von ihm ermutigen lassen um auch möglichst authentisch zu unterrichten.

Joel G., PH-Student, 1. Studienjahr

 


04. März 2019
Alexander Luginbühl
Pädagogik,
Christsein

Regionaltreffen März 2019

Diese regionalen Treffen ermöglichen es dir als Lehrperson oder PH-Student/in mit anderen pädagogisch tätigen Menschen aus einer Region zum Gebet und Gespräch zusammen zu kommen. Daneben gibt es einen kurzen Input zum Thema christlicher Glaube und Schule.

Die regionalen Treffen im März 19 finden statt am:

  • 06.03.19 in Chur (Post Immobilien, Gürtelstrasse 14, 7000 Chur)
  • 20.03.19 in Brugg (EMK Windisch, Kapellenweg 8, 5210 Windisch)

Die Daten der Regionaltreffen findest du auch auf unserem Pädagogik-Flyer.

Ablauf:

  • Ab 18:00 gibt es ein einfaches Abendessen und Zeit für Begegnungen und erste Gespräche.
  • 18:45 Gemeinsames Bibellesen
  • 19:15 Input zum Thema 'Christlicher Glaube und Schule', anschliessend Zeit für Fragen
  • 19:30 Austausch und Gespräch über den Input
  • 19:50 Gebet und Segen
  • Anschliessend ist noch Zeit für Kaffee, Guetzli und Gespräche.

26. Februar 2019
Alexander Luginbühl
Themenkreis Neutralität

Spezial-Workshop für Lehrpersonen

Diesen Samstag, 2. März 2019, findet der VBG Studientag zum Thema "Wie wir das Evangelium weitergeben können" statt.

Am Nachmittag gibt es einen Spezial-Workshop für Lehrpersonen mit Martin Stadelmann, Prof. Dr., Daniela Mühlethaler, lic. theol. zum Thema "Religiöse Neutralität".

Komm vorbei! Weitere Infos und die Anmeldung findest du hier.


15. Februar 2019
Alexander Luginbühl
Themenkreis Neutralität

Neutralität in der Schule

Neutralität ist heutzutage ein wichtiges Schlagwort im Zusammenhang mit Schule. Politiker, Schulleitungen, Eltern, Lehrer und Schüler verweisen immer wieder auf die Neutralität der Schule und prangern alles an, was nicht ihrer Vorstellung von Neutralität entspricht.

Doch was meint eigentlich der Begriff "Neutralität"? Neutralität leitet sich vom lateinischen Wort ne-utrum, was "keines von beidem" bedeutet, ab.

Was bedeutet das für unsere Schule? Die neutrale Lehrperson darf kein Mann, aber auch keine Frau sein. Sie darf nicht sportlich, aber auch nicht unsportlich sein. Sie darf nicht religös, aber auch nicht areligiös sein. Etc.

Michael In Albon, Jugendmedienschutzbeauftragter der Swisscom, hat in einem Zeitungsartikel, wo es um die Neutralität eines Lehrers ging, folgende Aussage gemacht: "... dann könnte man sich die Lehrperson als asexuelle, genormte und absolut neutrale Person vorstellen."

Er fügt im nächsten Satz aber glücklicherweise noch an: "Das ist sie aber nie und das Internet macht sichtbar, dass auch Lehrpersonen ein Privatleben haben. In erster Linie ist auch der Lehrer eine Person mit bestimmten Neigungen, Interessen und Hobbys, die nicht mit seiner Funktion übereinstimmen müssen".

Ich stimme der Aussage von Herrn In Albon zu. Ich bin Lehrer, ich bin ein Mann, ich bin Christ, ich koche gerne, mag Tiere, bin Nichtvegetarier... Ich bin nicht neutral. Im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern teile ich meine Interessen und Hobbys mit. Und ich erzähle auch, dass ich Christ bin.

Neutralität im Zusammenhang mit Schule meint, dass ich nicht indoktrinierend bin. Ich soll ausgewogen von mir erzählen und nicht meine Interessen, meinen Glauben als die einzig Richtigen darstellen.

Teilst du deine Interessen, deinen Glauben deinen Schülerinnen und Schülern mit?


28. Januar 2019
Alexander Luginbühl
Themenkreis Neutralität

Nicht-Neutralität der Lehrpersonen

Ende letzter Woche habe ich in einer Online-Zeitung einen Bericht über einen etwas gar freizügigen Lehrer gelesen. Offensichtlich zeigte er sich auf Instagram mit sehr freizügigen Bildern. Was wiederum Eltern und Leser störte. Gemäss dem Online-Artikel hat die Schulleitung kein Problem damit, was der Lehrer in seinem Privatleben tut, ausser es würde seine Arbeit an der Schule beeinträchtigen.

Zum Thema wurde der Jugendmedienschutz-Beauftragte der Swisscom befragt. Ein Abschnitt aus seinen Antworten möchte ich hier zitieren: "Wenn man von einer Lehrperson erwartet, dass sie die genau gleichen Werte vertritt wie man selbst und diese Werte auch noch als gesellschaftliches Ideal sieht, dann könnte man sich die Lehrperson als asexuelle, genormte und absolut neutrale Person vorstellen. Das ist sie aber nie."

Diese Aussage ist relevant. Auch bei der Frage ob mein persönlicher Glaube in der Schule sichtbar werden darf. Er darf sichtbar werden, denn wir als Lehrpersonen sind keine genormten und absolut neutrale Personen.


22. Januar 2019
Alexander Luginbühl
Christsein

Impuls vom Impulstag

Diesen Samstag war ich am Impulstag der Berufstätigenarbeit der VBG. Wie der Name vermittelt, werden an diesem Tag Impulse an die Mitarbeitenden weitergegeben. Das Thema dieses Jahr war "Christsein im Beruf".

Eine Aussage eines Referates ist mir hängen geblieben. Vertrauen in Mitarbeiter zu haben, ihnen Handlungsspielraum zu geben, Verantwortung abzugeben zahlt sich aus. Klar scheint das ein Risiko zu sein, aber insgesamt ist der Gewinn viel grösser. Nämlich Menschen, die sich mit einer Firma identifizieren, die kreativ und fleissig sind.

Wie ist das an meiner Schule? An deiner Schule?

Ich bin überzeugt, dass wenn wir unseren Schülerinnen und Schülern einen Vertrauensvorschuss geben, ihnen was zutrauen, an sie glauben, dass das Klima in unseren Schulhäusern, im Klassenzimmer noch fruchtbarer wird.

 

 


09. Januar 2019
Alexander Luginbühl
Pädagogik,
Christsein

Willkommen daheim

Diesen Sonntag wurde in meiner Kirche das neue Jahresthema vorgestellt: Willkommen daheim. Der Bibelvers zum Jahresthema kommt aus den Psalmen: "Du aber darfst sagen: 'Beim Herrn bin ich geborgen!' Ja, bei Gott, dem Höchsten, hast du Heimat gefunden"(Psalm 91,9 Hfa).

Heimat... wo bin ich zuhause? Bei meiner Familie? Bei Gott? In meinem Heim? In der Schweiz? Meine Heimat ist da, wo ich sein kann wie ich bin. Wo ich Halt finde, Zuflucht. Wo ich Liebe und Bestätigung erfahre. Wo ich Vergebung erhalte.

In meiner Begegnung mit Jesus Christus erlebe ich Frieden, Sicherheit, Halt... Heimat. Doch ich bin nicht nur bei Gott zuhause. Meine Familie ist auch Heimat. Unser Haus, wo wir einander in Offenheit und Liebe begegnen können, ist Heimat. Und... auch mein Schulzimmer ist Heimat für mich. Da kann ich ebenfalls sein wie ich bin. Auch wenn es den Schülerinnen und Schülern vielleicht nicht immer gefällt.

Was ist Heimat? Eine klare Definition gibt es nicht. Hermann Bausinger definiert Heimat wie folgt: "Heimat ist eine räumlich-soziale Einheit mittlerer Reichweite, in welcher der Mensch Sicherheit und Verlässlichkeit seines Daseins erfahren kann, sowie ein Ort tieferen Vertrauens: „Heimat als Nahwelt, die verständlich und durchschaubar ist, als Rahmen, in dem sich Verhaltenserwartungen stabilisieren, in dem sinnvolles, abschätzbares Handeln möglich ist – Heimat also als Gegensatz zu Fremdheit und Entfremdung, als Bereich der Aneignung, der aktiven Durchdringung, der Verlässlichkeit“.

Als Lehrer kommt mir da mein Klassenzimmer in den Sinn. Das ist ein Ort, wo die Menschen Sicherheit und Verlässlichkeit erfahren können; und das Klassenzimmer ist/soll ein Ort tieferen Vertrauens sein. Mein Schulzimmer ist/soll Heimat sein für die drei Jahre, die meine Schülerinnen und Schüler mit mir unterwegs sind.

Psalm 91,9 macht die klare Aussage, dass wir als Christen bei Gott Heimat gefunden haben. Was bewirkt das in uns? Ein Satz aus der Predigt vom letzten Sonntag in meiner Kirche fasst dies passend zusammen: "Wer bei Gott heimisch ist, strahlt eine übernatürliche Ruhe sowie einen umfassenden Frieden aus und hat eine grosse Anziehungskraft." Dass wir bei Gott heimisch sind, prädestiniert uns als gläubige Lehrpersonen, unsere Schulzimmer zur Heimat für unsere Schülerinnen und Schüler zu machen. Willkommen daheim.


06. Dezember 2018
Alexander Luginbühl
Pädagogik,
Christsein

Hoffnung für alle Menschen

Dieses Wochenende feierten wir den 1. Advent. Das Wort Advent leitet sich vom lateinischen Wort "adventus" ab und bedeutet "Ankunft". Wir als Christen bereiten uns auf die Ankunft von Jesus Christus vor.

Für mich ist die Adventszeit zuerst mal eine Zeit des intensiven Arbeitens. Gerade gegen das Jahresende hin müssen noch etliche Prüfungen geschrieben und korrigiert werden. Zudem müssen in diesen Wochen bei uns an der Schule die Maturaarbeiten bewertet und besprochen werden.

Neben dieser doch recht stressigen Zeit, ist für mich die Adventszeit insbesondere auch eine Zeit der Hoffnung. Jesus kam in diese Welt als Hoffnung für mich und alle Menschen. Gerade in dieser arbeitsreichen Zeit richtet er meinen Blick auf das Wesentliche hin, auf die Beziehung zwischen ihm und mir, auf seine Liebe für die Menschen um mich. Und so wird mir immer wieder bewusst, was für ein Privileg es ist mit Jesus unterwegs zu sein. Die Arbeit rückt dann oft in den Hintergrund und ich denke an die vielen Menschen, welche keine Hoffnung sehen, haben, fühlen...

Mir kommt dann häufig 1. Petrus 3, 15 in den Sinn: "Seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch auffordert, Auskunft über die Hoffnung zu geben, die euch erfüllt."

Das will ich tun. Gerade auch an meinem Arbeitsplatz, in der Schule.

Doch ist das, selbst wenn Adventszeit ist, zulässig? Wir sind doch zu Neutralität verpflichtet? Die Antwort auf diese Frage liefert der Vers aus dem 1. Petrus. Da steht: "Seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch auffordert". Wenn ich aufgefordert werde von meiner Hoffnung zu erzählen, dann darf ich das auch. Dies bestätigt auch unsere Bundesverfassung (Art.15.2): "Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen."

Bist du bereit Rede und Antwort zu stehen, wenn dich jemand auffordert, Auskunft über deine Hoffnung zu geben? Auch in der Schule?

Über diese Fragen reden wir auch an unseren Regionaltreffen.


03. Dezember 2018
Alexander Luginbühl
Regionaltreffen

Regionaltreffen Dezember 2018

Diese regionalen Treffen ermöglichen es dir als Lehrperson oder PH-Student/in mit anderen pädagogisch tätigen Menschen aus einer Region zum Gebet und Gespräch zusammen zu kommen. Daneben gibt es einen kurzen Input zum Thema christlicher Glaube und Schule.

Die regionalen Treffen im Dezember 18 finden statt am:

  • 05.12.18 in Schaffhausen (Baptistengemeinde, Hintersteig 25, 8200 Schaffhausen)

Die Daten der Regionaltreffen findest du auch auf unserem Pädagogik-Flyer.

Ablauf:

  • Ab 18:00 gibt es ein einfaches Abendessen und Zeit für Begegnungen und erste Gespräche.
  • 18:45 Gemeinsames Bibellesen
  • 19:15 Input zum Thema 'Christlicher Glaube und Schule', anschliessend Zeit für Fragen
  • 19:30 Austausch und Gespräch über den Input
  • 19:50 Gebet und Segen Anschliessend ist noch Zeit für Kaffee, Guetzli und Gespräche.

19. November 2018
Alexander Luginbühl
Themenkreis Konflikte,
Pädagogik

Rückblick Pädagogische Kurswoche - Soziogramm

Ein Tool, welches ich aus der Pädagogischen Kurswoche mitgenommen habe, ist das Soziogramm.

Ein Soziogramm ist die graphische Darstellung von Beziehungen in einer Gruppe oder einer ganzen Schulklasse. Das Wort "Soziogramm" leitet sich vom lat. socius und gramma ab, was Gefährte und Zeichen bedeutet.

Für mich als Klassenlehrer ist dieses Werkzeug wertvoll, da ich so von einzelnen Schülern erfahre, wie und wo sie sich im Beziehungsnetz der Klasse sehen. Schwierige Beziehungen können so sichtbar gemacht werden und ich als Lehrer kann entsprechend agieren. Es hilft auch den Schülern um zu verstehen, durch welche Beziehungen sie direkt und indirekt beeinflusst werden.

Das abgebildete Beispiel ist von mir erfunden. Es zeigt eine Möglichkeit, wie ein Soziogramm aussehen kann. Es gibt jedoch viele Formen von Soziogrammen. 


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